Vollmacht schreiben

Vollmacht schreibenEine Vollmacht ist grundsätzlich immer nur dann möglich, wenn der Vollmachtgeber dem Vollmachtnehmer vertraut. Immerhin bekommt wieder, je nach Art der Vollmacht, Rechte bzw. eine Entscheidungsgewalt über gewählte Situationen. Das kann bei der relativ harmlosen Anmeldung von einem KFZ anfangen. Bei einer Vorsorgevollmacht, Generalvollmacht oder Patientenvollmacht sieht dies dann schon anders aus. Hier werden sehr umfassende Rechte eingeräumt. Das funktioniert nur auf der Basis von Vertrauen. Doch auch die Formulierungen selbst sind wichtig, wenn Sie eine Vollmacht schreiben. Wir möchten mit diesem Artikel ein wenig aufklären und zeigen, was es zu beachten gilt.

Eine Vollmacht schreiben?

Wenn Sie in einer Situation sind in der Sie eine Vollmacht schreiben müssen oder wollen, ist es wichtig erst einmal zu definieren um welche Art von Vollmacht es sich handelt! Dort gibt es gravierende Unterschiede, denn nicht für jede Tätigkeit sind die gleichen “Rechte” bzw. Befugnisse einzuräumen. Auch die Überlegungen sind bei jeder Vollmacht anders. Die Entscheidung zu einer Generalvollmacht ist deutlich weitreichender und mit mehr Gedanken verbunden, als die einmalige Vollmacht für die Abholung von einem bestimmten Betrag.

Wie gesagt gibt es verschiedene Arten von Vollmachten. Hier einige kleine Auswahl, zu denen wir bereits ausführliche Beiträge verfasst haben und sogar kostenlose Muster anbieten:


Inhaltlich sind die Dokumente sehr verschieden, da wie gesagt unterschiedliche Befugnisse eingeräumt werden.

 Genereller Aufbau einer Vollmacht

Die allgemeine Struktur einer Vollmacht ist immer sehr ähnlich. Unabhängig davon ob Sie eine der oben genannten Typen oder eine andere Vollmacht schreiben. Grundlegend gilt zum Beispiel, dass es keine gesetzlichen Vorschriften zur allgemeinen Form oder zum Aufbau der Vollmacht als solche gibt. Sicher müssen einige Angaben enthalten sein, damit sie rechtlich einwandfrei ist. Angaben wir Vollmachtgeber, Vollmachtnehmer, Unterschriften, die eingeräumten Rechte und für wie lange die Vollmachten gelten, sind unbedingt wichtig. Das ist aber keine Aussage zur generellen Form. Man spricht daher auch von einem formlosen Schreiben.

Wenn Sie eine Vollmacht schreiben ist es immer sinnvoll, sich bei einer Vollmacht an einem Geschäftsbrief zu orientieren. Der Aufbau ist allgemein bekannt. Das hat gleichzeitig aber auch den Vorteil, dass sehr viele wichtige Angaben bereits fast automatisch enthalten sind. Absender, Empfänger, Datum und eindeutige Aussagen im Betreff wie “… Vollmacht” sind sehr hilfreich. Die eigentliche Vollmacht kann dann in Textform formuliert werden.

Inhaltlich ist dann wie gesagt eine pauschale Aussage nicht möglich. Allerdings ist generell zu sagen, dass der Vollmachtnehmer bspw. explizit zu erwähnen ist. Wenn Sie die Vollmacht schreiben muss ein Satz wie “Hiermit erteile ich Max Mustermann, wohnhaft in …., die im folgenden aufgeführten Rechte und Befugnisse” auftauchen. Das ist zwingend notwendig. Nur Empfänger eines Briefes zu sein, ist nicht eindeutig genug.

Ebenfalls wichtig ist eine Angabe für welchen Zeitraum oder für wie lange die Vollmacht gültig sein soll. Es gibt hier verschiedene Varianten, die je nach Situation und Art der Vollmacht mehr oder weniger Sinn ergeben. Wenn Sie die Vollmacht schreiben und es sich um eine Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung oder ähnliches handelt, ist es natürlich sinnvoll diese zeitlich nicht einzugrenzen. In der Regel wird eine solche Vollmacht nicht auf ein Jahr begrenzt ausgestellt.